PEN – die Projekte

Kinder und Jugendliche sind in besonderer Weise von den schwierigen Lebensbedingungen der Innenstadt Tshwane/Pretorias betroffen. Werden sie doch gerade dort, wo die Not am größten ist, am stärksten vernachlässigt.

Immer mehr Eltern, Alleinerziehende oder andere Bezugspersonen haben häufig keine andere Wahl, als die Kinder unversorgt allein zu lassen, während sie selbst versuchen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Kleine Kinder und Babys werden oftmals über Stunden in einem Raum eingeschlossen, die älteren halten sich auf der Straße auf. PEN begegnet mit diversen Projekten den folgenreichen Problemen dieser Lebensbedingungen und bietet allen Betroffenen umfassende Unterstützung an, diesen Kreislauf nachhaltig zu durchbrechen. Vor allem Kinder und Jugendliche erhalten in allen Projektangeboten neben grundsätzlicher Entwicklungs- und Bildungsförderung kontinuierlich emotionale Zuwendung sowie täglich mindestens eine Mahlzeit.

Die Angebote werden aus Spenden und Zuwendungen finanziert, doch wer über ein Einkommen verfügt, leistet einen finanziellen Beitrag. Gleichzeitig schaffen die Projekte Arbeitsplätze, die einigen Bewohnerinnen und Bewohnern der Innenstadt regelmäßig ein minimales Einkommen ermöglichen.

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Precious Pearls

Drei familiäre Zuhause

Waisenkinder, Kinder und Jugendliche, die zu ihrem eigenen Schutz aus ihren Familien kommen und Kinder, die auf der Straße leben, erhalten im ‚Precious Pearls’ und zwei weiteren Häusern neben Schutz und ganzheitlicher Versorgung vor allem eines: dauerhaft ein familiäres Zuhause.

Den bis zu dreißig Kindern und Jugendlichen steht grundsätzlich eine finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite zu. In vielen Fällen werden jedoch aufgrund administrativer Barrieren über Jahre keine Gelder gezahlt. Ein Großteil der Kosten für Schule, Bücher und Uniformen als auch alle Mahlzeiten müssen somit durch Spenden aufgebracht werden.

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Sun Sparrows Nursery School
and Baby Center Pennies Nursery School and Baby Center

Mit der Sun Sparrows- und Pennies Nursery School and Baby Center wurden zwei Unterbringungsmöglichkeiten für Babys und Kinder bis zum Vorschulalter geschaffen, deren Eltern tagsüber einer Beschäftigung nachgehen. Die Kinder werden hier gruppenweise von früh morgens bis zum späten Nachmittag ganzheitlich versorgt und gefördert.
Kinder, die durch Verlust eines oder mehrerer Familienmitglieder, durch Vernachlässigung oder Gewalterfahrungen jeglicher Art traumatisiert sind, werden therapeutisch unterstützt und begleitet.
Eltern bzw. Bezugspersonen der Kinder werden aktiv mit in die Erziehungsverantwortung einbezogen. In den Abendstunden werden regelmäßig Informationsveranstaltungen und thematische Unterstützungsangebote durchgeführt.

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Development Center

Der reguläre Schulbesuch stellt für die meisten Kinder einen täglich neu entfachten Streit um knappe Ressourcen dar. Unterrichts- und Lernmaterialien, Tische, Stühle und nicht zuletzt die Aufmerksamkeit der Lehrerinnen und Lehrer sind in den überfüllten Grundschulklassen mit bis zu vierzig Kindern nur in unzureichendem Maße vorhanden. Viele Kinder müssen aufgrund des Platzmangels dicht gedrängt auf dem Boden sitzen. Bedingungen, unter denen schulisches Lernen gerade für jene sehr erschwert ist, die auch außerhalb der Schule keine Unterstützung und Zuwendung erhalten können.
Im PEN Development Center erhalten Kinder im Grundschulalter von Schulschluss gegen Mittag bis zum späten Nachmittag gruppenweise neben einer warmen Mahlzeit vor allem Lernhilfen und Lernbegleitungen sowie eine ganzheitliche Entwicklungsförderung. Sie erfahren persönliche Zuwendung und werden emotional gestärkt. Zusätzlich werden auch hier traumatisierte Kinder regelmäßig therapeutisch betreut. Die Einbeziehung und Unterstützung der Eltern bzw. Betreuungspersonen sowie die regelmäßige Schulzusammenarbeit sind ebenfalls fester Bestandteil dieses Projektes.

Mitglied werden & Spenden

Beitritt

Der gemeinnützige Verein letlana friends of pen south africa wurde im November 2006 in Hannover gegründet.

Seit dem 28.12.2006 ist der Verein beim Amtsgericht Hannover eingetragen (Reg.-blatt VR 200336).

Spenden

Wenn Sie unseren gemeinnützigen Verein und damit hilfsbedürftigen Menschen in Tshwane (Pretoria) mit einer Spende unterstützen möchten, nutzen Sie bitte folgende Bankverbindung:

Stichwort: „letlana e.V.“
IBAN: DE92200303000046471016
BIC: CHDBDEHHXXX
Bank: Conrad Hinrich Donner Bank (Hamburg)

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ArCaTure

Art, aCadamic and advenTure

Ist ein Angebot, in dem Kinder und Jugendliche der höheren Klassen bis zum übergang von der Schule in das Berufsleben bzw. Studium individuell begleitet und gefördert werden. Sie erhalten täglich von Schulschluss bis zum späten Nachmittag neben einer warmen Mahlzeit eine intensive Lernbegleitung und Lernförderung im schulischen Bereich sowie Angebote zur Kreativitätsförderung und Freizeitgestaltung.
In allen Bereichen stehen die Stärkung der Persönlichkeit, die Erweiterung sozialer Kompetenzen sowie die Vermittlung berufsrelevanter Schlüsselqualifikationen im Vordergrund dieses Projektes. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von PEN übernehmen auch hier kontinuierlich eine ganzheitliche psychosoziale Versorgung der Jugendlichen, sie fördern Peergruppenunterstützung, leisten Aufklärungs- sowie Unterstützungsarbeit und bieten therapeutische Begleitung an.

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Pal Groups

In den Abendstunden bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von PEN zwei- bis dreimal wöchentlich Austauschs- und Treffpunktmöglichkeiten für Jugendliche und Kinder an, die in einem verarmten Wohngebiet am Stadtrand von Thswane/Pretoria leben. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Grundschule können dort vorhandene Räumlichkeiten kostenfrei genutzt werden.
Wie in allen Projekten stehen auch hier eine kontinuierliche psychosoziale Unterstützung und emotionale Zuwendung sowie die Versorgung mit Essen oder Hygieneartikeln wie beispielsweise Seife oder Zahnpasta im Vordergrund. Die Pal Groups bieten den Kindern und Jugendlichen neben einer Auseinandersetzungs- und Bewältigungsmöglichkeit ihrer überwiegend belastender und negativer Erlebnisse eine Stärkung durch gemeinschaftliche Wertschätzung sowie positives Erleben in Form von Spiel, Gesang und Tanz an.

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Sediba Hope

HIV/AIDS Center und Hospiz

Menschen ohne oder mit niedrigem Einkommen werden hier tagsüber kostenlos von ausgebildeten Krankenschwestern und einigen stundenweise ehrenamtlich tätigen ärzten der staatlichen Krankenhäuser medizinisch und zum Teil mit Nahrungsmitteln versorgt. Dieses Angebot ist in erster Linie auf Obdachlose ausgerichtet, die sowohl in Slums am Stadtrand als auch in der Innenstadt selbst leben. Dort werden sie regelmäßig von „fieldworkern“ aufgesucht und betreut. Die fieldworker bilden die Brücke zur medizinischen Versorgung, begleiten persönlich zur Krankenstation und übernehmen, sofern dies möglich ist, eine Vermittlung in Wohnraum.
Durch den Aufbau eines Hospiz im Jahre 2005 können einige im Sterben liegende obdachlose Menschen Tag und Nacht bis zu ihrem Tod ganzheitlich versorgt werden.

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Floot Gate

Im Floot Gate werden kostenlos gespendete Second-Hand-Bekleidung und Schuhe zur Verfügung gestellt sowie Nahrungsmittel und andere Artikel des täglichen Bedarfs verteilt, soweit diese vorhanden sind.